§ 314a StGB. Tätige Reue
Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 15. Mai 1871
[15. Januar 2026]
1§ 314a. Tätige Reue.
(1) Das Gericht kann die Strafe in den Fällen des § 307 Abs. 1 und des § 309 Abs. 2 nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2), wenn der Täter freiwillig die weitere Ausführung der Tat aufgibt oder sonst die Gefahr abwendet.
(2) Das Gericht kann die in den folgenden Vorschriften angedrohte Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn der Täter
- 1. in den Fällen des § 309 Abs. 1 oder § 314 Abs. 1 freiwillig die weitere Ausführung der Tat aufgibt oder sonst die Gefahr abwendet oder
- 2. in den Fällen des freiwillig die Gefahr abwendet, bevor ein erheblicher Schaden entsteht.
(3) Nach den folgenden Vorschriften wird nicht bestraft, wer
- 1. in den Fällen des freiwillig die Gefahr abwendet, bevor ein erheblicher Schaden entsteht, oder
- 2. in den Fällen des § 310 freiwillig die weitere Ausführung der Tat aufgibt oder sonst die Gefahr abwendet.
(4) Wird ohne Zutun des Täters die Gefahr abgewendet, so genügt sein freiwilliges und ernsthaftes Bemühen, dieses Ziel zu erreichen.
- Anmerkungen:
- 1. 1. April 1998: Artt. 1 Nr. 80, 9 des Zweiten Gesetzes vom 26. Januar 1998.
- 2. 15. Januar 2026: Artt. 2 Nr. 9 Buchst. a Doppelbuchst. aa, 9 des Gesetzes vom 9. Januar 2026.
- 3. 15. Januar 2026: Artt. 2 Nr. 9 Buchst. a Doppelbuchst. bb, 9 des Gesetzes vom 9. Januar 2026.
- 4. 15. Januar 2026: Artt. 2 Nr. 9 Buchst. b Doppelbuchst. aa, 9 des Gesetzes vom 9. Januar 2026.
- 5. 15. Januar 2026: Artt. 2 Nr. 9 Buchst. b Doppelbuchst. bb, 9 des Gesetzes vom 9. Januar 2026.